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LitCam, Frankfurt

Fußball trifft Kultur

Fußball ist viel mehr als nur Sport: Fußball macht Spaß, verbindet und kann Antrieb für neue Schritte im Leben sein. Diesen Ansatz vertritt das Projekt 'Fußball trifft Kultur', das 2007 von der Literacy Campaign (LitCam) ins Leben gerufen wurde und seit 2012 von der Bundesliga-Stiftung als bundesweitem Partner unterstützt wird.

Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder, die Probleme beim Lesen und Schreiben haben. Ihnen fehlt oft die Motivation zum Lernen, ihr Interesse an Bildung und Kultur ist meistens gering. Durch die Kombination aus Fußballtraining, Förderunterricht und kulturellen Aktivitäten soll das soziale und kommunikative Verhalten dieser Kinder verbessert und ihr Interesse für kulturelle Themen geweckt werden. Impulsgeber dafür ist die Begeisterung der Kinder für den Fußball. Sie verbessern spielerisch ihre Sprachfähigkeit und beteiligen sich aktiver am Unterricht.

Das Training erfolgt stets in Zusammenarbeit mit einem renommierten lokalen Fußball-Verein, dazu gehören Spitzenmannschaften wie Borussia Dortmund oder der FC Schalke 04. Eine der prominentesten Förderer ist Manuel Neuer. Das Projekt 'Fußball trifft Kultur' eröffne den "Kindern über die Begeisterung für den Sport bessere Voraussetzungen für ihren weiteren Lebensweg. Das überzeugt mich und daher unterstütze ich das Projekt", so der Nationaltorwart.

Die Kinder, die alle Probleme mit der deutschen Sprache haben, sind Flüchtlinge, die aus Krisenregionen nach Deutschland gekommen sind, Migranten oder stammen aus bildungsfernen Familien. Sie alle erhalten während eines gesamten Schuljahres zweimal wöchentlich je eine Stunde Fußballtraining und eine Stunde Ergänzungsunterricht, meist im Sprachförderbereich. Etwa einmal im Monat finden gemeinsame kulturelle Events statt. Angestrebt wird eine langfristige Förderung der Kinder durch die Fortführung der Projektgruppen über das erste Jahr hinaus.

Die LitCam hat es sich zum Ziel gesetzt, Projekte zu initiieren, die sich der Vermittlung von grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen und den Umgang mit digitalen Medien verschrieben haben. Die Projekte zielen vor allem auf die Integration und Optimierung der Chancen benachteiligter Gruppen, deren Chancen so verbessert werden sollen. Getragen wird die LitCam dabei von ihrem Leitgedanken: Kompetenz fürs Leben.

#3Fragen3Antworten mit Karin Plötz

Im Frankfurter Stadtteil Heddernheim vermischen sich Sport und Bildung auf wundervolle Weise. Das Projekt 'Fußball trifft Kultur' setzt auf Integration von Kindern und Jugendlichen. Wir haben uns mit Gründerin Karin Plötz unterhalten.

Karin Plötz hat das Projekt 'Fußball trifft Kultur' ins Leben gerufen.

Was ist das Besondere am Projekt 'Fußball trifft Kultur'?

"Für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche schaffen wir eine wichtige Verbindung zwischen Fußballtraining, Schulunterricht und einem kulturellen Austausch. Dank dieses Zusammenspiels erhält jeder Zugang zu einer anderen Kultur – so funktioniert Integration besonders gut. Die Reaktionen der teilnehmenden Kinder sind äußerst positiv. Das Schöne ist, dass sie sich mit dem Projekt so sehr identifizieren, dass sie beispielsweise "Wir sind FtK" sagen."

Was wird dank des Engagements unserer Teilnehmer umgesetzt?

"Wir kooperieren mit der Römerstadtschule in Frankfurt-Heddernheim, die in einem sozialen Brennpunkt liegt. Hier können wir dank der Fördermittel Lehrer, Trainer und Räumlichkeiten bezahlen. Zweimal in der Woche erhalten die Kinder abwechselnd je eine Stunde Förderunterricht und eine Stunde Fußballtraining – so werden Körper und Geist gleichermaßen gefordert und gefördert."

In diesem Jahr feiert das Projekt 10-jähriges Jubiläum. Gibt es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

"Rückblickend kann ich sagen, dass mit diesem Projekt aus einem Traum Wirklichkeit geworden ist. Das erfüllt mich mit großer Freude. Besonders gerne denke ich an den Moment zurück, als ich im vergangenen Jahr in Frankfurt in der U-Bahn saß und eine Frau auf mich zukam. Sie strahlte mich an und fragte, ob ich Frau Plötz sei. Sie berichtete mir, dass ihre Tochter so gerne an dem Projekt teilgenommen hat und es unglaublich toll fand. Für diese schönen Rückmeldungen lohnt sich die harte Arbeit."

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