Direkt zum Inhalt
Deutsche Postcode Lotterie logo

Stiftung Regenbogen

Behindertengerechter Weg zur neuen Reithalle

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, baut die Stiftung gerade eine dritte Reithalle.

Die Stiftung Regenbogen widmet sich der Unterstützung hilfebedürftiger Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener, die aufgrund körperlicher, geistiger, oder seelischer Beeinträchtigungen besondere Hilfe der Gesellschaft bedürfen. Dafür haben die Verantwortlichen im Essener Süden den 'Carolinenhof' ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um einen integrativen Reiterhof und gleichzeitig eine Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.

Die therapeutischen Angebote auf dem Hof fördern die erlebte Gemeinsamkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beim Umgang mit Pferden. Zwar steht das Reiten im Vordergrund, die Therapien setzen aber auch auf das Holen beziehungsweise Führen der Pferde sowie das Reinigen, Pflegen und Satteln.

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, baut die Stiftung gerade eine dritte Reithalle – auch dank des Engagements der Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie. Mit der Errichtung eines Weges zwischen Vorbereitungsplatz und Reithalle, der barrierefrei gestaltet wird, können vor allem die im Rollstuhl sitzenden Kinder und Jugendlichen den gesamten Ablauf mitgestalten. Hoch zu Ross trotz Beeinträchtigung - denn das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

#3Fragen3Antworten mit Sabine Knauer

Am Rande des Ruhrgebiets liegt der Carolinenhof. Für viele beeinträchtigte und nicht-beeinträchtige Kinder und Jugendliche ist er ein Ort der Freude. Sabine Knauer, Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Regenbogen, berichtet, welch großartige Arbeit jede Woche auf dem Hof geleistet wird.

Sabine Knauer ist Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Regenbogen

Was ist das Besondere am Carolinenhof?

"Seit fast sechs Jahren kümmern sich die vielen ehrenamtlichen Helfer um beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. 275 Kinder kommen jede Woche auf unseren Hof, zwei Drittel davon sind körperlich oder geistig-emotional beeinträchtigt.

Reittherapie hilft – und sie bewegt körperlich wie emotional. Ein bewegendes Beispiel hierfür ist der achtjährige Luis. Er leidet an infantiler Cerebralparese und sitzt seit seiner Geburt im Rollstuhl. Da er nicht verbal kommunizieren kann, staute sich in ihm in den letzten Jahren eine enorme seelische Spannung auf. Seit Juni 2015 kommt Luis regelmäßig zur Hippo-Therapie auf den Carolinenhof. Die Freude, die Luis auf dem Hof ausstrahlt, ist ansteckend – und seine Mutter fühlt, wie der Kontakt zu dem Pferd, die Bewegung und das Herauskommen aus dem Rollstuhl ein Highlight und ein Fixpunkt in seinem Leben geworden sind. Immer wieder berichtet sie uns begeistert, wie ausgeglichen Luis nach seiner wöchentlichen Therapie auf dem Carolinenhof ist, und dass er nahezu drei Nächte durchschläft. Jeden Tag aufs Neue erleben wir auf dem Carolinenhof solche unfassbar schönen und glücklichen Momente gerade derjenigen, die wie Luis der Hilfe von uns allen bedürfen. Sie sind es, die den Carolinenhof so besonders machen."

Was wird dank des Engagements unserer Teilnehmer umgesetzt?

"Spenden haben es uns ermöglicht, zum Jahresende 2016, zusätzlich zu unseren zwei bestehenden Reithallen, eine neue Reitüberdachung zu errichten. Jetzt fehlt noch der Bau eines barrierefreien Weges zwischen der Vorbereitungshalle und der neuen Reitüberdachung. Bei schlechtem Wetter ist die Halle nur schwer und auch nicht von Kindern mit Rollstühlen erreichbar. Die Herstellung eines barrierefreien Weges wird mit der Fördersumme sichergestellt."

Was ist Ihre Motivation, Menschen zu helfen?

"Im Mittelpunkt aller für den Carolinenhof tätigen oder engagierten Menschen steht der Wunsch, den betroffenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Alltag oder Start ins Leben auf dem Rücken der Pferde zu erleichtern. Die glücklichen Momente der betroffenen Kinder und Jugendlichen motivieren uns dabei jeden Tag aufs Neue.

Die Integration beeinträchtigter Menschen in unsere Gesellschaft und ihre Förderung durch geeignete Therapien sind aus unserer Sicht von gesellschaftspolitischer Relevanz. Wir lebten im Jahr 2010 in Kalifornien. Zu den vielen Eindrücken, die wir in den USA gewannen, gehörte das unbeschwerte Miteinander von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Menschen. Der Gedanke entstand, im Essener Raum eine Stätte zu schaffen, in der beeinträchtigte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch therapeutische Angebote gefördert werden können und in der sich darüber hinaus Beeinträchtigte und Nicht-Beeinträchtigte begegnen und Gemeinsamkeit erleben."

Top