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Streuobstwiesenschutz in NRW

Erhalt alter Obstsorten und genetischer Vielfalt

Der NABU macht sich für die Streuobstwiesen stark. Diese zählen seit Jahrhunderten zu den landschaftsprägenden Elementen unserer Kulturlandschaft. Sie sind für etwa 3.000 Tier- und Pflanzenarten ein bedeutender Lebensraum. Steinkauz oder Siebenschläfer gehören zu den bedrohten Arten, genauso wie zahlreiche Wildbienen- und Insektenarten. Mit mehr als 1.000 Obstsorten verfügen Streuobstwiesen über eine enorme genetische Vielfalt. Doch leider sind sie in ihrem Fortbestand gefährdet: Rodungen für Siedlungsflächen, Überalterung und Verfall, Nutzungsaufgabe und fehlende Neuanlage lassen die Flächen dieser Wiesen in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten kontinuierlich schrumpfen.

Mit dem Erhalt alter Obstsorten und der Pflege zahlreicher Streuobstwiesen in NRW leisten die vielen Aktiven des NABU auf regionaler und lokaler Ebene einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Landwirtschaft, Naturschutz und das Land setzen sich zukünftig gemeinsam für den Schutz und Erhalt ein. Das Projekt koordiniert Schutzmaßnahmen vor Ort und dient als zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um den Obstwiesenschutz.

Fachliche Unterstützung erhält das Projekt vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) in Kooperation mit den Biologischen Stationen in NRW, die bis Ende 2018 ein aktuelles Streuobstwiesenkataster für Nordrhein-Westfalen erstellen. Auf der Basis dieser Daten lassen sich dann Pflegemaßnahmen oder Neupflanzungen planen.

Alte Sorten und genetische Vielfalt erhalten

Auch Sie können aktiv auf der Wiese sein:

  • Von Streuobstbäumen müssen die Früchte in der Regel noch per Hand geerntet werden. Als freiwilliger Erntehelfer können Sie die Muskeln spielen lassen und als Belohnung Ihr Obst für Kuchen, Mus und Saft mit nach Hause nehmen.
  • Nicht nur in den Baumkronen, auch am Boden ist der Einsatz motorisierter Geräte auf Streuobstwiesen oft hinderlich. Daher halten auf einigen Streuobstwiesen Ziegen oder Rinder das Gras kurz. Andernorts freuen sich Streuobstwiesen-Betreuer nicht nur über Erntehelfer, sondern auch wenn Sie bei der Wiesenmahd mitmachen.
  • Auf Streuobstwiesen sind nicht nur Bienen und andere Insekten sowie kleine Säugetiere wie Siebenschläfer und Haselmaus zu Hause, sondern auch zahlreiche Vögel. Haben Sie schon mal einen Steinkauz von Nahem gesehen? Auf einigen Streuobstwiesen beringen NABU-Aktive jährlich die Jungsteinkäuze.

Unser Geschäftsführerin Annemiek Hoogenboom greift selbst zu Schüppe und Stiefeln für den Erhalt alter Sorten. Beim NABU überreicht Sie dank unserer Teilnehmer einen Scheck in Höhe von 40.000 Euro. Was für ein großartiger Postcode Effekt!

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