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Hände für Kinder e.V.

Rollläden für die Familienzimmer

Der Verein 'Hände für Kinder e.V.' hat mit dem Neuen Kupferhof im Norden Hamburgs eine Ergänzung zu den bestehenden Kinderhospizen geschaffen.

Der Verein 'Hände für Kinder' hat mit dem Neuen Kupferhof im Norden Hamburgs eine Ergänzung zu den bestehenden Kinderhospizen geschaffen. Hier bekommen Eltern, die rund um die Uhr ein Kind mit Behinderung zu Hause betreuen und pflegen, Entlastung. Ihr Kind wird vom 'Hände für Kinder'-Team betreut, die Eltern können aus- und durchschlafen, neue Kraft für den Alltag tanken und sich mit den anderen Gastfamilien und Pädagogen des Hauses austauschen.

Wenn die Nächte über Jahre geprägt sind vom mehrfachen Aufstehen, weil beispielsweise ein Überwachungsgerät Alarm schlägt, sind Nächte mit ungestörtem Schlaf sehr viel wert. Die Mitarbeiter im Neuen Kupferhof übernehmen die Betreuung des Kindes mit Handicap auch nachts. Derzeit verfügen die Familienzimmer noch nicht über einen ausreichenden Verdunkelungs- und Lärmschutz – das soll sich ändern.

Mit Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie werden die Familienzimmer mit Rollläden ausgestattet. Sie sollen dafür sorgen, dass keine äußeren Einflüsse den Schlaf stören. Bei den Gastfamilien sind neben der Entlastung tagsüber auch ruhige Nächte wichtig, damit der Aufenthalt bei Hände für Kinder den maximalen Effekt erzielen kann und die Familien so gestärkt werden, dass sie anschließend auch weiterhin gemeinsam ihren Alltag bewältigen können.

#3Fragen3Antworten zum Förderprojekt 'Rollläden für die Familienzimmer'

Das Leben mit einem Kind, das körperlich oder geistig schwer behindert und pflegebedürftig ist, ist für die Familie herausfordernd – jeden Tag. Insbesondere die Erholungsphasen sind von großer Bedeutung. Doch bei vielen Angehörigen sind die Nächte von mehrfachem Aufstehen geprägt. Das Team von 'Hände für Kinder' übernimmt die Betreuung des Kindes auch nachts. Wir haben mit Steffen Schumann, Gründer und Geschäftsführer des Vereins, gesprochen.

Steffen Schuhmann (links) und Frank Stangenberg (Bildmitte) haben den Verein gegründet, um Kindern wie Justin (rechts) besser helfen zu können.

Was ist das Besondere am Verein 'Hände für Kinder'?

"Der Verein hat mit dem Neuen Kupferhof ein Kurzzeit-Zuhause für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und deren Familien geschaffen. Dieses Haus ist mit seinem Konzept ein bundesweites Pilotprojekt und ergänzt die bestehenden Hospize."

Was wird dank des Engagements unserer Teilnehmer umgesetzt?

"Unsere Familienzimmer bekommen eine Verdunkelung für die Fenster – das sorgt für ungestörten Schlaf und damit für die so dringend nötige Erholung für unsere Gastfamilien."

Was ist Ihre Motivation, Kindern zu helfen?

"Der Verein wurde von mir und einem weiteren Familienvater, Frank Stangenberg, gegründet – wir beide kennen das Leben mit einem mehrfach behinderten Kind aus eigener Erfahrung und wissen, wie dringend nötig zumindest eine vorübergehende Entlastung ist. Unser drittes Kind Noah kam durch einen Gendefekt schwerst und mehrfach behindert zur Welt. Noah kann weder essen noch sitzen oder laufen oder sprechen, er ist ein Pflegefall und braucht rund um die Uhr Betreuung. Bei Familie Stangenberg trat bei Justin im Babyalter das Aicardi Goutieres-Syndrom auf, eine seltene Erbkrankheit, bei der eine schwere Schädigung des kindlichen Gehirns auftritt. Auch er braucht 24 Stunden am Tag Betreuung und kann nicht alleine essen oder laufen."

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